Deauville-Seite von Lutz
(geändert (DmD 2017) am 15.07.17)

Elsass 3-Tages-Tour 2008


Ein Freund rief mich an und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, am Wochenende für drei Tage ins Elsass zu fahren. Da gäbe es Kurven ohne Ende.

....Kurven ohne Ende! Das war's. 

Es stellte sich nur die Frage, ob wir in einer Pension oder im Zelt übernachten. Da wir beide begeisterte Camper sind, haben wir uns für letzteres entschieden.

Also schnell zur Tante Luise und Zelt sowie selbstaufblasende Matratze gekauft. 

Freitag, 27.06.2008

Am Freitag den 27.06.2008 war es dann soweit. Ich hatte mir den Tag frei genommen und begann mit der Packerei.

Für das Zelt, die Matratze und den Schlafsack mußte trotz kleiner Packmaße die Gepäckrolle mit.




Klappe zu ...



...und es kann losgehen!





Um 13:45 fuhr ich los um mich mit meinem Freund Arno zu treffen.


Das Navi wird programmiert und ab geht es.

Als erstes mussten wir 110 km über die Autobahn nach Landau :o(( Ein notwendiges Übel, da wir im Laufe des Nachmittags noch die ersten, schönen Strecken in Frankreich fahren wollten.
Nachdem wir in
Landau von der Autobahn runtergefahren waren, ging es über die B10 ca. 60 km bis nach Kröppen. Mitten im Ort führte eine Straße, die anfangs aussieht wie ein Feldweg, schnurstracks nach Frankreich.
Hier wurde erst einmal für etwas mehr Luft unter der Jacke gesorgt



Anschließend wurde auf der Karte die Route gecheckt



Über die D962 erreichten wir Bitche und fuhren auf der D35A weiter. 

Zwischendrin wurde am Wegrand eine kleine Pause eingelegt.



Rundherum ein tolles Panorama



Zwischenzeitlich hatte uns das Navi von Arno in eine Sackgasse geführt. Hier stand nur noch ein Hof



Zeit, um ein paar schöne Fotos von der Natur zu machen. An so etwas fährt man normalerweise ungesehen einfach vorbei.



Trotz des falschen Weges hat sich der Ausblick gelohnt




Über
Bouxwiller (D133) Richtung Saverne ging es schwingend weiter bis wir auf der D218 Reinhardsmunster erreichten. Hier steigt das Gelände zum ersten Mal auf 700 m an. Bei La Broque bogen wir links auf die D130 ab. Hier wird es zum ersten Mal "alpin" In engen Serpentinen geht es rauf auf ca. 1.100 m.
Bei
Natzweiler legten wir in etwa 800 m Höhe eine Pause ein, um uns das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof direkt neben der Straße anzusehen. Natürlich wieder mit einem wunderschönen Ausblick auf die umliegende Landschaft




Die letzten 30 km bis zu unserem abendlichen Ziel Saint-Marie-aux-Mines waren schnell gefahren und so erreichten wir abends gegen 19:30 unseren dortigen Campingplatz. 

Den Zeltplatz konnte man nicht unbedingt als "first class" bezeichnen. Aber der Preis von rund 5 € pro Übernachtung für Zelt, Person und Motorrad war fair. 



Der erste Aufbau des neuen Zeltes war schnell getan und nun hatten wir Hunger. 



Zu Fuß machten wir uns auf den Weg in das Städchen und fanden eine kleine Pizzeria. 

Man beachte etwas genauer mein Outfit! Zip-Hosen, aber die Hosenbeine noch in der Hand, weil vor lauter Hunger keine Zeit mehr auf dem Campingplatz blieb, die Buchse zusammenzusetzen.




 
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Samstag, 28.06.2008

Am nächsten Morgen erwartete uns als erstes an der Rezeption einen freundliche Begrüßung...



...und dann noch eine Überraschung. Auf dem Campingplatz gab es Frühstück!!!
Brot, Butter, Marmelade, Kaffee und Orangensaft. Auch hier waren wir mit 5 € dabei.




Für den heutigen Tag war eine Rund-Tour geplant. Als Eckpunkte könnte man bezeichnen:

Sainte-Marie-Aux-Mines (Ausgangspunkt), Wasserbourg, Le Thilot und  Xonrupt-Longemer.

Hier jagt jetzt ein Pass den andern. Das ganze ist zwar nicht so hoch wie in den Alpen, aber einfach toll zu fahren.

Hier haben wir zu der Auffahrt zum Col du Wettstein eine kurze Pause eingelegt...




...und mal auf der Karte kontrolliert, ob wir auf dem richtigen Weg sind




Auf halbem Weg zum GRAND BALLON tummelten sich bei herrlicher Thermik dutzende Gleitschirmartisten



Der Blick runter auf die letzte Kurve, bevor man den GRAND BALLON erreicht hat



Der Beweis der Ankunft   ;o))



Ein Restaurant darf an einem solchen Ort nicht fehlen. Über die Preise für Getränke kann ich nichts sagen, aber die Kategorie kann ich mir vorstellen.



Weiter ging es. Kam man in Täler fanden sich dort direkt an der Strasse tolle Seen, bei denen aber das Baden in der Regel verboten war.



Toller Blick über den See, aber bei dem Versuch, um ihn herum zu fahren wegen der extrem steinigen Piste kläglich gescheitert.



Und wieder einen Pass erklommen



Obwohl es Wochenende war, hatten wir wenig Verkehr


Immer wieder ergab sich am Straßenrand eine Möglichkeit, die Aussicht zu bewundern



Direkt an der kurvenreichen Strasse das Hotel "Le Panorama", das seinem Namen alle Ehre macht....



Dieser Ausblick hier ist unmittelbar neben der Hotelterrasse aufgenommen worden. Gut zu erkennen, wie sich die Strasse um das Denkmal windet.....



... 15 m weiter unten hier ist der Kurveneingang zu erkennen



Nach so viel Kurvenfahrerei muss man neue Kräfte sammeln. Erfreulich auf diesem öffentlichen Parkplatz war das kostenlose Trinkwasser an der blauen Säule links neben dem Wohnmobil.



Am späten Nachmittag erreichen wir eine schönen Badesee. Also erst einmal das Mopped abgestellt und die Badehose ausgepackt



Aha, Erklärung steht auch in deutsch da: Stauweiler Alfeld



Bei angenehm kühlenden 20 Grad Wassertemperatur wurde erst einmal für Abkühlung gesorgt



In Xonrupt-Longemer war nach ca. 250 km erst einmal Schluß. Ein  toller See war vor uns zu sehen und wir suchten nach einem passenden Campingplatz


Einmal um den See herum fanden wir einen geeigneten Platz. 15 € für eine Nacht für uns beide mit den Zelten und den Motorrädern. Meines Erachtens ebenfalls ein fairer Preis.



Ein zweites Mal wurden die Zelte aufgebaut. Ein skeptischer Blick von Arno auf mein so "sorgfältig gespanntes" Heim. Wehe, es hätte gewindet... ;o)



Ein Blick über den See auf das gegenüberliegende Ufer mit einigen Restaurants



Hunger war angesagt und so machten wir uns zu Fuß auf den Weg dorthin.



Wie machen wir jetzt ein Bild von uns zwei? Der Untergrund ist waaahhhkelig....!!!



Dementsprechend das Ergebnis !  ;o)))



Aber es gibt ja noch das freundliche Personal, dass "anständige" Bilder macht.
Das Bier war teuer, aber das mußte jetzt sein.




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Sonntag, 29.06.2008

Naß genug war es in der Nacht (Tau). Die Oberhaut des Zeltes war klitschnass. Trotz Ausbreiten konnte ich es nur halbtrocken einpacken.



Zünftiges Frühstück am Morgen auf einer Bank



Kurz nachdem wir uns von unserem Campingplatz aufgemacht hatten, kamen wir hier an eine tollen Aussichtspunkt






Ein Panoramablick wird uns hier versprochen....



..und auch geboten. Von diesem Geländer aus geht es tief bergab in das Tal der Seen



Der Ausblick nach links...



...und hier nach rechts




Ein Stück weiter noch einmal ein letzter, toller Blick in ein Tal hinein.



Unten ist ganz schmal die Strasse zu erkennen, die man ca. 30 Minuten später erreicht


Ab hier ging es zügig Richtung Landau zurück. Dort wartete wieder die 100-km-Autobahnfahrt
Aber diese drei Tage haben sich mehr als gelohnt und ich werde sicherlich nicht das letzte Mal hier gewesen sein....IM ELSASS