Deauville-Seite von Lutz
(geändert (DmD 2017) am 15.07.17)

Elsass-Tour Juni 2010


Elsass-Tour 3., 4., und 5. Juni 2010
Tag 1

Es hat doch noch geklappt mit der Elsass-Tour. Nachdem das Vorhaben mehrmals aus den unterschiedlichsten Gründen verschoben werden musste, haben sich Dirk und ich kurzfristig entschieden, über Fronleichnam  zu fahren. Die Wetterberichte meldeten übereinstimmend gutes Wetter über den Feiertag und das Wochenende. So weit, so gut.
Aber eine 3-Tages-Tour beinhaltet auch 2 Nächte. Nach 5 Telefonaten hatte ich ein Hotel gefunden, dass für die Zeit noch ein Zimmer zu vermieten hatte. Allerdings nur ein Doppelzimmer. Macht nichts, dachten wir uns. Hauptsache Dach über dem Kopf und eine Möglichkeit zu schlafen.

                    Donnerstag früh: Its Packtime


Für mich ein Hüpfer, für Dirk immerhin 80 km bis zum gemeinsamen Treffpukt für den gemeinsamen Start, die Raststätte Pfungstadt bei Darmstadt.

                    Ankunft Raststätte Pfungstadt


                    Vollgetankt und abfahrbereit


Jetzt kann es losgehen!

Die Autobahnanfahrt bis
Landau, für mich der unangenehme, weil fürchterlich langweilige Teil. Über die B272 und anschließend die B10 mit den ersten etwas kurvenreicheren Straßen gelangten wir endlich an die französische Grenze kurz hinter Kröppen.
                    Der französische Übergang


Von der Grenze aus noch recht gemütlich bis nach Haselbourg beginnt dann allmählig der Kurvenspass. Je weiter wir nach Süden kommen, desto kurviger und bergiger wird die Strecke. Eine gute Vorbereitung für den 2. Tag. 

        Unsere erste Rast ca. 50 km nach dem Grenzübergang in einem Cafe am Straßenrand


Die Motorräder auf der gegenüberliegenden Straßenseite haben sich die Pause ebenfalls redlig verdient


                    Kurzer Halt....


...zum Sammeln von Kulturpunkten in der Nähe von Natzweiler an dem ehemaligen Konzentrationslager


                    Um 18:00 Uhr erreichen wir Riquewihr.

                    Übersichtskarte der Strecke von der Grenze bis nach Riquewihr


                                 

Riquewihr

Unser erster Anlaufpunkt bzw. das Dorf mit dem Hotel La Couronne für unsere beiden Übernachtungen.
Riquewihr ist einer der schönsten Dörfer Frankreichs. Ein bis heute unversehrt erhaltenes Stadtbild aus dem 16. Jahrhundert macht dieses Städchen so einmalig.




                    ......Impressionen.....


                    .....Impressionen.....


                    ...schmale Gassen


                         ...abends im Straßenlokal


Wie anfangs schon erwähnt, haben wir mit der Hotelsuche sehr spät begonnen und für die zwei Nächte nur ein Doppelzimmer erhalten, mit entsprechendem Bett. Eigentlich sollte das für uns beide, liierte Herren kein großes Problem sein, aber..............................weder Dirk noch ich sind so richtig schnarchfrei!
So kam was kommen mußte. Die erste Nacht erwischte es Dirk. Richtig schlafen konnte er die ganze Nacht nicht und ich kann mir gut vorstellen, wie er sich zu diesem Zeitpunkt ein Einzelzimmer gewünscht hat.


                    Unser Zimmer mit dem Doppelbett


                    Ist das nicht ein Superpanoramaausblick aus unserem Fenster?


Und das war der Hit in diesem Zimmer. Es gab nur eine Steckdose. Und diese Steckdose war mit einem Ein- und Ausschalter am Bett verknüpft. War der Schalter in Stellung "aus" gab es keinen Strom mehr und auch die Lampe sowie das Zimmer war dunkel. Handy laden (wie hier im Bild) ging also nur in Stellung "an" aber auch nur eventuell im Dunkeln. Für den Lampenstecker ist kein Platz mehr.
 




Tag 2

Ausgangs- und Endpunkt ist natürlich unser Hotel La Couronne in Riquewihr. Heute liegen rund 360 km vor uns. Und diese 360 km sind das absolute Sahnestück dieser Tour! Es ist bestes Wetter angesagt ohne dass es heiß werden soll. Ideale Vorraussetzungen für die kommenden Kilometer



Wie die Streckenführung schon erahnen läßt, gibt es kaum Ausruhphasen. Es geht ständig kurvig bzw. serpentinenmäßig rauf und runter.
Trotz der Länge der Strecke, die wir uns vorgenommen haben, bleibt Zeit für eine gute Apfelsaftschorle an diesem schönen Kaffee am Strassenrand.
 

                    Noch sind wir allein....


                    ...doch keine halbe Stunde später füllte sich der Platz 


Aber im Vordergrund steht natürliches das Fahren durch diese tolle Landschaft. Bis 1.300 m über NN geht das Wedeln durch die Kurven. Und da sieht man tatsächlich noch Schnee im Juni auf einer Bergkuppe

                    Warum haben wir nicht die Skier eingepackt ?


                   Tolle Landschaft !


Es rächte sich, dass man sich mit dem Navi vorher nicht etwas intensiver beschäftigt hat. Nach einem Drittel der Strecke führte uns das Gerät in eine Art Sackgasse und es dauerte eine Weile, bis ich meinen elektronischen Wegweiser überreden konnte, über einen größeren Umweg zu der geplanten Strecke weiter zu navigieren. Dadurch haben wir über eine Stunde Zeit verloren, die uns später fehlte. 
                    Grand Ballon, was für ein Wetter


Es ist schon spät am Nachmittag und wir haben noch 100 km vor uns. Der Hunger nagt und so lassen wir uns noch einmal an einem Imbiss nieder um wenigstens eine Potion Pommes gegen das Knurren im Magen zu uns zu nehmen.

                    Der erste Hunger ist gestillt, jetzt kann es weiter gehen


So sind wir abends gegen 20:00 Uhr zwar spät, etwas abgekämpft, aber glücklich und vor allem gesund wieder zum Hotel zurück gekehrt.
                    Parkplatz vor dem Hotel


Tag 3

Diese Nacht hat es mich erwischt!  Nächstes Mal müssen Einzelzimmer her. Zwei Schnarchnasen mit leichtem Schlaf passen nicht in ein Zimmer )
Kurz vor 8:00 Uhr begeben wir uns zum letzten Mal in den Frühstücksraum unseres Hotels

                    Noch leichtes Dämmerlicht


Die Rechnung ist bezahlt und es geht wieder Richtung Heimat. Heute spielt Dirk den Tourguide. Auch er hat wohl nicht mit den Tücken eines Navis gerechnet, denn anfangs fahrren wir grundsätzlich mitten durch den Ortskern bzw. testen kilometerweit, ob unsere Maschinen den schmalen, holprigen und staubigen Feldwegen gewachsen sind. ;o) 
Aber auch diese Problem war nach einiger Zeit behoben. Dirk suchte sich die etwas breiteren Straßen aus und so ging es ab jetzt flott weiter.



Über Bonne Fontaine und Saint-Blaise-la-Roche ereichten wir Niederhaislach. Von dort aus wurde es wieder kurvig und waldig. Bei Phalsbourg konnte man wieder die Sonne sehen um kurze Zeit später am Ortsausgang abermals im Wald zu verschwinden. So spulten wir Kilometer für Kilometer bei herrlichem Sonnenschein ab und erreichten um die Mittagszeit die Grenze bei Rechtenbach.

                    Berühmtes Wahrzeichen von Rechtenbach ist das Weintor


                    Jetzt erst einmal raus aus der warmen Jacke und her mit einem kühlen Getränk



So ließen wir die gemeinsame Tour langsam ausklingen. Trotz der kleinen Unwegsamkeiten war es eine tolle Zeit



Vorbereitungen für den letzten Abschnit bis nach Hause. Dirk programmiert noch einmal sein Navi. Man schaue sich die Scheibe und die Front an. Mückenleichen von 3 Tagen. Das gibt wieder Putzarbeit ;o)



Was kann man für ein Resümee ziehen? Elsass ist ein Traum für alle Biker, die Kurven fahren wollen. Diese Tour schreit nach einer Wiederholung. Die wenigen Fehler von diesem Mal können bei vernünftiger Planung ausgeschlossen werden.
Also gehen wir es an.
Elsass 2011! Wir kommen! Und zwar am 02. Juni !